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Heute,

 ist die Welt wieder OK.

Ich habe alles erreicht, kann teilen, bin ausgeglichen, gesund und zufrieden.

Freiheit die ich genieße.

Die Liebe geht durch den Magen, darum ist Planen, Einkaufen Zubereiten und Kochen & Braten ein wichtiger Bestandteil meiner Handlungen geworden.

Ja. täglich.

 
  Der Erfolg gibt mir Recht, die regelmäßige Umgang mit Menschen die mir vertrauen verschönert

  mein Leben und ich kann mit Gewissheit sagen:     Ich habe Freunde in der ganzen Welt !


  Das drückt sich in positive Kritik aus.
  Ausgesprochen von der Bürgermeisterin der Stadt Bochum


 In vernünftigen Vertrauen auf Gott besitze ich als Mensch einen festen Standpunkt,
 von dem aus ich zumindest  " meine " Welt bestimmen, bewegen und verändern kann.
 Die freie Bindung an diese eine Absolute schenkt mir die große Freiheit gegenüber
 allen Relativen in dieser Welt.
                                                                                       -Hans Küng-


 Gerne schaffe ich noch an folgenden "Baustellen" zu meiner Freude

 - Patientenbeirat

 - Partei

 - Gemeinde

 - Guttempler

Damals bis heute

Geboren am 16 April 1941 in Stettin; verheiratet ein Kind.

1946 Volksschule bis zur 8. Klasse,

1955 Konfirmiert

1955-1958 3 Jahre Lehre, Gesellenbrief

1959 Umschulung Abendschule,mit Abschluss

1962/63 Grundwehrdienst bei der Bundeswehr, Inhaber des Flutordens des Landes Niedersachsen (Flutkatastrofe in Hamburg)

1963/65 Angestellter der Hamburg -Mannheimer Versicherung

1965/66 Angestellterder Central Krankenversicherung 

1966/67 Angestellter der Deutsche Krankenversicherung AG

1968 Angestellter bei Karstadt im Ruhr

1969 Einzelhandel-Schule Springe mit Abschluss.

1969/ 70 Substituten- Anwärter in der Karstadt Filiale Iserlohn,

1970/71 Substituten- Anwärter in der Karstadt Filiale Gelsenkirchen -Buhr,

1971 Substituten- Anwärter in der Karstadt Filiale Duisburg,

1971/1972 Substitut in der Karstadt Filiale Duisburg

1973 Substitut in der Karstadt Filiale Essen Limbecker – Platz

1973 Abteilung/ Verwaltungsleiter Karstadt-Bochum Querenburg bis 1988

1974/88Vertretung der Geschäftsleitung/ Sicherheit der Filiale1988 Alkoholengiftungs Therapie in der Eschenberg Wildparkklinik in Henef/ Sieg.1989 Erwerbsunfähigkeit, nach schwerer Erkrankung.

1989 Ehrenamtliche Arbeit in der Suchtprävention, Nachsorge bis heute.

1889 Eintritt in den Guttempler-Orden.

1990 Wahl zum Presbyter der Christuskirchen Gemeinde, Teilnehmer der Synoden.

1990 Mitglied im Industrie und Sozialausschuss des Kirche Kreises Bochum

1991 Quartiermeister in der Fahrendeller Schule beim Kirchentag in NRW

1991 Kuratoriumsmitglied im Kinderheim Overdyk bis 1998

1991 Mitglied im Diakonieausschuss bis 1993

1992 Betreuer nach dem Betreuungsrecht (Gewerblich) bis heute.

       Wahl zum Presbyter der Christuskirchen-Gemeinde am Rathaus

1993 Beisitzer im SPD Ortsverein Schmechtingtal bis heute

1994 Wiederwahl zum Presbyter, Mitglied im Ausschuss Industrie und Soziales insgesammt für 12 Jahre.

1994 Mitglied im Bauausschuss zum Erhalt des Turmes der Christuskirche am Rathaus 

        Neubau des Hauses der Inneren – Mission,Neubau des Gemeindehaus am Westring 26

1995 Vorsitzender der Guttempler-Gemeinschaft „Stadtmitte Bochum“  bis heute 2020

1996 Geschäftsführer und Schatzmeister des Turmbauverein „ denk-mal-christuskirche eV.“ 2.Vorsitzender.

1997 Vermessung Turm der Christuskirche am Rathaus durch die Fachhochschule der Ruhr Uni (Prof.Heimes,Ing Brechtgen)

1998 Interneauftritt -denk-mal-Christuskirche-Festlegung der Anzahl der Kuxe (Steine im Turmhelm) nach Turmvermessung durch die FH Bochum

2000 OPA, Geburt der Enkeltochter

2002 Gründung, Dialog der Kulturen ( Hoffest bei Fred ) bis heute

2006 Richter im Deutschen - Guttempler- Orden

2008 Teinlnehmer im interreligiösen Gesprächskreis  auf der  Schmidtstr
2009 Vorbereitung zur  neuen Freizeitgestaltung, Mitglied im Patientenbeirat  MedQn
2010 Zweiter Wohnsitz  an der Nordsee
2011 Neues Hobby,  " Leben", einfach aber intensiv.
2012 Leben, Wandern , Radfahren, Schlafen
2013 Neues Hobby kochen, planen was möchte ich fertigen, spielen, einkaufen, zubereiten, essen,ruhen,wandern

         Am 18.Oktobe 2014 lebe ich 25 Jahre  A B S T I N E N T  !!!!!!     Ich habe kein Verlust an Lebensqualität zu beklagen:

        Ich bin immer klar.

        Keine Angstzustände, keinen schwerer Kopf, immer frisch, belastbar,  ehrlich, zuverlässig, treu, ausgeglichen, zufrieden und manchmal lieb.

       Stetige Freude, wenn ich die Polizei treffe , wo auch immer, einen Alkoholtest blieb mir bis heute erspart, leider.

2014 Das Amt als Richter auf Ordensebene im Deutschen-Guttempler Orden, nach dem Ordenstag in Hofheim, bin ich los., keine Trauer.

         Und dann kamen sie, Amira und Juhaina und brachten unvorstellbare Unordnung in unser Leben  worauf wir nicht mehr verzichten wollen.

         Der ruhende Ausgleich zur Unordnung in der Familie ist Tarek.

         So groß war unsere Familie noch nie, nun habe ich vier Töchter und zwei Söhne und das alles mit über 74 Jahren.

2015 Beginnt klasse
         Darf nun seit Februar mit dem Koronalen Stent - Pass auf  Reisen gehen.

         Tot eines Bruders Norbert Bastan
         Am 30.08.2015 den  schönsten Tag meines Lebens erlebt
         Mein neuer Herzschrittmacher  ist anders wie  der zuvor.
         Erlebte die Ehrung zur 25.jährigen Guttempler - Mitgliedschaft in  Bochum
2016 Mutter verstorben,sie hatter ein erfülltes Leben.
2017 Schwiegertochter Sabine verstorben, ein tapferer Mensch leiter erlebte sie nur das 50.Lebensjahr.
         Für den Rest der Familie eine schwere Zeit,besonders für ihre Tochter Pia und unser Sohn Peter.
         Zum Leben gehört das Sterben.

2018 Mein Fernsehauftritt in Verrückt nach Camping, zu sehen in der ARD MediatekFolge 30 ,Feuerwerk.

           Der Schock, ja Sie haben einen bösartigen Tumor im Hals.

           Beginn der Bestrahlung  33 Mal mit Gesichtsmaske und wärend der stationären Behandlung erfolgte die Chemobehandlung 8 Stck.

2019 Ein schlimmes Jahr, aber voller Zuversicht auf Genesung.

 2020 Licht am Ende des Tunnels, achtung Corona muss ich überleben.

         Knie OP bei  meiner Frau Bärbel, mit anschließender ReHa.

 

 

Aufnahmen zur Turmsanierung 




Die Presse war dabei, es wurde angekündigt, dass der Ministerpräsiden Johannes Rau die Feuerwache in Werne zur Eröffnung besuchen würde. Also war es naheliegend ihn zuvor auf unser Anliegen, den Helm der Christuskirche zu sanieren, hin um Unterstützung zu bitten.

Herr Bastan laden Sie den Johannes ein, so der Auftrag meines Vorsitzenden Oberbürgermeister a.D. Herr Heinz Eikelbeck.




Nur durch die Bereitschaft der Stadt, des Landes NRW und weiterer staatlicher Institutionen war die Fertigstellung möglich.

Natürlich werde ich als Bochumer Junge ein  Mitglied im Turmbauverein, so der Minister Wolfgang Clement.



 

 

Nur kein Wind, machen .



Von  hier wurde Fotografiert.

                                                                 Eine wichtige Arbeit wurde bewätigt.

Mir wurde gesagt, dass Glück eine Frage der Entscheidung sei.

Unglücklicherweise komplizieren wir unser Leben bis zu einem Grad, der es uns nicht erlaubt, das Glück zu sehen, selbst wenn wir es vor Augen haben.

Wie lässt sich das ändern? Hier sind zehn Dinge, die Sie im Austausch fürs Glück aufgeben müssen.

1. Kümmern Sie sich nicht darum, was andere über Sie denken. Ich weiß, dass das unserer Intuition widerspricht, da Menschen im Grunde Rudeltiere sind, die nicht aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden wollen. Doch wenn Sie Ihre Zeit damit verbringen, sich Gedanken darüber zu machen, was andere von Ihnen halten, verschwenden Sie nur Energie. Sie können es nicht allen recht machen. Es braucht Sie nicht zu kümmern, was andere über Sie denken.

2. Hören Sie damit auf, es allen recht machen zu wollen. Leben Sie Ihr Leben nach ihrem eigenen Takt. Seien Sie so gut, wie Sie sein können und Sie werden auf natürlich Art Menschen anziehen, die zu Ihnen passen.

3. Lästern Sie nicht länger mit. Menschen, die mit Ihnen lästern, werden auch über Sie lästern. An Gerüchte zu glauben, kommt einer Wette gleich, bei der man alles auf ein Pferd setzt, das man noch nie gesehen hat. Es ist naiv.

4. Werfen Sie Ihre Sorgen über Bord. Die Energie fließt mit den Gedanken mit. Sich zu sorgen, bedeutet, Zeit und Energie in etwas zu investieren, von dem Sie nicht wollen, dass es passiert. Lernen Sie, loszulassen und Vertrauen zu haben.

5. Entsagen Sie der Unsicherheit. Wenn wir uns zu ernst nehmen, glauben wir, dass andere das auch tun. Es kann jedoch nur eine Version von Ihnen auf diesem Planeten geben. Werden Sie zu dieser Version und sorgen Sie sich nicht darum, wie das auf andere wirkt. Keinen kümmert es und niemand beobachtet Sie genau.

6. Nehmen Sie nicht alles persönlich. Die meisten Menschen sind in Wahrheit mit ihrem eigenen Leben zu beschäftigt, um sich mit Ihnen auseinanderzusetzen. Mein erster Chef sagte es richtig: „Die Welt dreht sich nicht um Sie. Meist haben die Reaktionen anderer nichts mit Ihnen zu tun. Machen Sie sich also keine Gedanken darüber.“

7. Lassen Sie die Vergangenheit los. Wir wurden alle schon einmal verletzt. Wir alle haben Eltern, die Fehler gemacht haben und wir alle sind schon einmal durch die Hölle gegangen. Wenn Sie früher nicht auf ihre Eltern gehört haben, warum lassen Sie sich dann heute von ihnen lenken? Jede Erfahrung, die Sie im Leben gemacht haben, hat Sie etwas gelehrt oder stärker gemacht.

8. Geben Sie Ihr Geld nicht für Dinge aus, die Sie eigentlich nicht brauchen, nur um sich glücklich zu machen. Ein einfaches Leben ermöglicht es, die Dinge im Fluss zu halten. Wir machen uns das Leben komplizierter, indem wir zu viel Geld ausgeben und unser Heim mit „Dingen“ füllen. Weniger ist mehr.

9. Ärgern Sie sich nicht. Wut brennt demjenigen, der an ihr festhält, ein Loch in die Hand. Entsagen Sie der Wut ein für alle Mal.

10. Verzichten Sie auf Kontrolle. Kontrolle ist nur eine Illusion. Wir leben in einer Welt, die sich nicht steuern lässt. Lernen Sie, Neues anzunehmen und begrüßen Sie Veränderungen; andernfalls lässt Sie Ihre eigene Starrheit nur altern. Lernen Sie, loszulassen.

Hier einige Tätigkeitsfelder die nicht mehr aktuell bearbeitet werden

 - Bundeswehr

 - Karstadt

- Westring

Ich habe alles erreicht!

Selbstwertschätzung
Selbstvertrauen
Unbeschwertheit
Großzügigkeit
Toleranz


Mit dem Morgen bricht der Tag an.
Jeder Morgen, der vor mir liegt, ist wie eine Wiese über die noch nie jemand gelaufen ist.
Und somit breche ich jeden Morgen erneut auf, mein Leben so intensiv zu leben, wie ich es mir wünsche.
Hier draußen in der Natur, auf dem Campingplatz sind wir uns näher, gemeinsam erleben wir viel mehr, als ich alleine erwarten kann.





Wenn mich der Virus der Freiheit packt, schnappe ich meine sieben Sachen, um raus in die Natur  zu kommen.
Immer und immer wieder, an die schönsten Stellen in meiner Heimat, oder an einen Ort, wo es sehr schön ist, den ich seit Jahren kenne.
Ich ziehe los und nehme mein „Haus“ in die Natur mit, oder habe einen festen Platz, nur wer das kennt, versteht den Sinn meiner Aussage:
"Wo ich lebe ist es am schönsten"
Jeder Tag in der Natur ist anders, das macht die Zeit jenseits der Haustür in der Stadt so kostbar.
Es gibt so viel zu erleben, ich mache es mir in der Natur begeben, um diese zu genießen.
Hier draußen ausgiebig zu denken, zu planen und entscheiden,  bei ganz tollen Gefühlen ist immer einzigartig.
Was kann ich heute anstellen, um aufzubrechen, um zu neuen Erlebnissen zu gelangen.
Zu Wandern, zu schwimmen, zu Sonnen um fit zu werden.
Gibt es etwas schöneres als in der Pause die mitgenommenen Köstlichkeiten aus dem Rucksack zu verzehren?
Die schönste Form die Gefühlswelt zu erleben, ist essen und trinken unter freiem Himmel.
Nicht nur dass alles hier draußen irgendwie besser schmeckt, es kommt auch  um vieles besser bei Gästen, der Familie und Freunden an.
Denn unter freiem Himmel ist viel mehr Platz für alles, was das Leben lebenswert macht.
Die Natur präsentiert uns jeden Abend ein beeindruckendes Schauspiel, schaut dann mal zum Himmel.
Und wenn wieder ein schöner Tag vorüber ist, dann ist es am Abend an der Zeit, sich auf eine Nacht unter dem Himmelszelt vorzubereiten.
Der Übergang vom Tag zur Nacht, ist , wie wir wissen, wundervoll.
Ich kann manchmal nicht entscheiden was besser da draußen ist,  ein schöner Tag voller Erlebnisse, oder die geruhsame Nacht.
Beides muss sich ergänzen, dann stimmt alles, denn wer viel erlebt will  muss entspannt schlafen, so nah am Sternenhimmel.
Jede Nacht bei frischer Luft im Sauerstoffzelt der Natur gibt Kraft und Energie für Lebensfreude am Tag.

Wer an den schönsten Flecken der Welt, mit dem Rest der Welt  verbunden bleiben will, muss die Technik beherrschen und über eine gute Ausrüstung verfügen.
Die moderne Technik reicht nämlich bis ans Ende der Welt.
Informationen entgehen mir nicht, es ist eine Frage wie ich es organisieren will, mir sind alle Informationsquellen zugänglich.

Wette dass!
 
Fred

   Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts geschehen.
   Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich
   zum frischen Wasser.
   Er erquicket meine Seele.
   Er führt mich auf rechter Straße um seine Namen willen.
   Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück;    
   denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich
   du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.  

 Denn :

Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.

Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wachen die Wächter umsonst.


Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht um nachher lange zu sitzen
und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

                                                 Psalm  127, 1-2

 

Kleine Abhandlung über die Geschichte der Zeitmessung

Die Zeit ist ein merkwürdiges Phänomen. Sie hat keine Gestalt, kein Gewicht, man kann sie nicht sehen, nicht anfassen, nicht anhalten, nicht speichern. Unsere Sinne können die Zeit nicht fassen, aber sie ist allgegenwärtig.

In der Schöpfungsgeschichte findet sich: “Da ward aus Morgen und Abend der Erste Tag“. Das bedeutet, dass es die Zeit und ihre Einteilung in Abschnitte von Anfang an gegeben hat.

Augustinus, geb. 354, Begründer der philosophischen und theologischen Wissenschaften des Abendlandes sagt:

„Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen.“

Seit sprichwörtlich „ewigen Zeiten“ ist es das Bestreben der bewusst lebenden Menschen, die Zeit zu erfassen, Zeitabläufe zu erkennen, zu nutzen und Vorhersagen von astronomischen Ereignissen (Sonnen- und Mondfinsternisse, Sonnenwenden usw.) machen zu können.

Die Megalithkultur der Steinzeit haben entsprechende Zeugnisse davon hinterlassen.

Wer wie die Priester der Steinzeit die Zeit „beherrschte“, konnte daraus leicht (geistige) Macht durch überlegenes Wissen ableiten.

Seit mehreren Tausend Jahren wird versucht, auch den Tag in kürzere Perioden aufzuteilen.

Aus den alten Reichen Sumer, Assyrier und Babylon sind Sonnen- und Sanduhren bekannt, mit denen der Tag (Sonne) und die Nacht (Sand) in Teile geteilt werden konnten. So konnten z.B. Entfernungen zwischen zwei Städten und Zeiten der Nachtwachen bestimmt werden.

Aus dem alten Athen ist eine Wasseruhr bekannt, (Chlepshydra=Wasserdieb) die durch tropfenweisen Auslauf von Wasser aus einem großen in ein kleines, mit Einteilungen versehenes Gefäß Zeiträume erfassen könnte.

Aus Rom sind Wasseruhren bekannt, bei denen Gefäße mit innen angebrachten Strichen durch ein kleines Loch im Boden Wasser verlieren konnten. Die Zeit zwischen den Strichen bestimmte z.B. die Redezeit der Senatoren. Daher kommt der Ausdruck: „Die Zeit ist abgelaufen“

Bis in die Neuzeit hinein wurden Sonnenuhren als Zeitnormal eingesetzt. Umfangreiche mathematische Erkenntnisse und ihre Umsetzung in die Konstruktion der Sonnenuhren erlauben es, präzise Zeiten für fast jeden Ort der Welt sekundengenau zu bestimmen.

Alle drei genannten Zeitmesser haben einen großen Nachteil. Sie können entweder nur am Tage benutzt werden, oder geben nur außerordentlich fehlerhafte Ergebnisse über längere Zeiträume.

Erst mit der Erfindung der Räder Uhr wurde eine kontinuierliche Zeitmessung, weitgehend unabhängig von Tag oder Nacht, bzw. unterschiedlichen Materialien wie Sand oder Tongefäßen möglich.

Die Erfindung der Räder Uhr liegt im Dunkel der Geschichte. Sicher ist, dass es etwa um das Jahr 1280 bereits Räderuhren gab, von denen Reste erhalten sind (z.B. in der Kathedrale von Exeter, England).

Diese ersten Räderwerke hatten weder Zifferblatt noch Zeiger. Sie ließen lediglich eine Glocke anschlagen und dienten so Mönchen in Klöstern dazu, sich im strengen Tagesablauf zu orientieren.

Die für Räderuhren notwendige Hemmung (Einrichtung, um den direkten Ablauf der durch Gewichte angetriebenen Räder zu verhindern und stattdessen den Ablauf in kleine Teile zu zerlegen, zu hemmen) war ungenau, anfällig gegen Witterung und Verschleiß. Sie mussten regelmäßig nach der Sonne gestellt und repariert werden.

Trotzdem wurden früh, ab dem 14. Jahrhundert eine Reihe von bedeutenden Uhren, zum Teil mit riesigen Ausmaßen von 12 m Höhe und mehr, in Kirchen eingebaut. Sie verfügten z.T. immer noch nicht über Minutenzeiger, konnten aber mit einiger Genauigkeit die Stunden, den Gang des Mondes, den Kalender, den Stand der Sonne in den Tierkreiszeichen abbilden.

Bald gab es sog. astronomische Uhren mit ewigem Kalender, Schaltjahrberechnungen und weiteren „Komplikationen“ (Bezeichnung für Besonderheiten).

Beispiele dafür sind die Uhren im z.B. Straßburger Münster, Dom zu Münster, Dom in Lund (Schweden), Marienkirche in Lübeck u.a., die allesamt in den Innenräumen stehen und keine Zifferblätter am Turm aufweisen.

Als neue, bessere Hemmungen erfunden wurden, wurden die Uhren zum Teil entsprechend umgebaut, um höhere Ganggenauigkeiten zu erzielen.

Dass sich etwa zeitgleich im 15./16. Jahrhundert auch der Bau von kleineren Uhren (Tisch-, Sack-, Wanduhren) ergab, sei nur am Rande erwähnt.

Wann das erste Zifferblatt an einem Kirchturm angebracht wurde, ist unbekannt, doch es löste geradezu einen Boom aus. Die Uhrzeit in den Kirchtürmen war nun für jedermann sichtbar und jeder konnte wissen, „was die Uhr geschlagen“ hatte. Es gab dadurch aber auch keine Ausrede für Verspätungen mehr.

Das Zifferblatt der Uhr im Kirchturm in Verbindung mit dem Glockenschlag rief zum Gottesdienst und zur Pünktlichkeit. Es wurde so zum Bestandteil des täglichen Lebens.

Im 17. Jahrhundert konnte man Uhren nicht einfach aussuchen und kaufen. Sie wurden auf Bestellung gefertigt, waren Einzelstücke, außerordentlich teuer und damit wertvoll.

In den 1680er Jahren ließen sich die bei Budapest lagernder Türken von den westlichen Fürsten und Königen dafür bezahlen, dass sie nicht in ihre Gebiete einfallen. Mehr als die Hälfte dieser Beträge wurde in Form von kostbaren, Türmchen förmigen Tischuhren aus Augsburg bezahlt.

Mit der Entwicklung der Städte ergab sich mancherorts auch ein reiches Bürgertum. Das sorgte dafür, dass auch in Profanbauten wie Rathäusern Uhren als Statussymbole eingebaut wurden.

Dies führte bei einigen Städten dazu, dass sie sich – um eine besondere Uhr zu besitzen – finanziell so übernahmen, dass sie sich ruinös verschuldeten. Beispiel dafür ist die französische Stadt Amiens, dessen Magistrat im Jahr 1560 wegen der Schulden für den Bau einer Uhr abgesetzt, vor Gericht gestellt und verurteilt wurde.

Fortschreitende technische Entwicklung und damit auch serienmäßige Produktion haben im 18. Jahrhundert dazu geführt, dass praktisch überall der Zugang zur aktuellen Zeit durch Blick auf Turmuhren möglich wurde.

Allerdings gingen die Uhren immer noch –verglichen mit heutiger Zeit- relativ ungenau, sodass die jeweilige Uhr nur die gültige „Zeit am Ort“ anzeigte. Das war solange unwichtig, als die Entfernungen von einem Ort zum anderen keinen direkten Vergleich zuließen.

Erst die Verbreitung der Eisenbahn brachte im 19. Jahrhundert die Notwendigkeit, die Uhren flächendeckend aufeinander abzustimmen.

Von besonders großer Bedeutung war die Schwierigkeit, die „normalen“ Bürger und  meist bäuerlichen Bewohner des Landes mit der Einführung der Uhr als Zeitmesser und Einteiler des Tages daran zu gewöhnen, dass der neue Tag um Mitternacht beginnen und auch enden sollte.

Bis dahin waren die Menschen daran gewöhnt, dass es einen hellen und einen dunklen Teil des Tages gab, auch wenn deren Länge im Sommer und Winter unterschiedlich lang waren.

Sie beendeten den Tag mit Beendigung des „Tagewerks“ bei einsetzender Dämmerung – und gingen in die Messe. Das Ende dieser Messe war der Beginn des neuen Tages.

So kam „Heiligabend“ zustande, obwohl der 24.12. nicht zu Weihnachten gehört. Er war jedoch in damaliger Zeit bereits Teil des 25. 12.,  des ersten  Weihnachtstages.

In den vergangenen Jahrhunderten repräsentierten Uhren die Kunst und die Wissenschaften. Große Erfindungen und Forschungen waren nötig, um die Präzision zu erhöhen und sorgten dafür, dass die Technik insgesamt entwickelt werden konnte.

George Graham erfand 1715 die nach ihm benannte Ankerhemmung, die den Grad der Ganggenauigkeit revolutionierte, der Nürnberger Henlein gilt als einer der ersten Taschenuhrmacher, was die Erfindung der Energie speichernden Spiralfeder und eine Alternative zum Pendel (heute: Unruh) erforderte,

John Harrison baute im 18. Jahrhundert Uhren, die die Seefahrer in die Lage versetzten, den Längengrad zu bestimmen.

Mit Aufkommen der Elektronik war es nur folgerichtig, dass diese auch in die Zeitmessung Eingang fand. Wir sind es gewöhnt, beim Blick auf die quarzgesteuerte Armbanduhr die Zeit zu kennen. Werbegeschenke in Form von elektronischen, funkgesteuerten Uhren sind nicht ungewöhnlich.

Will man heute „alte Technik“ in Form von tickenden mechanischen Uhren besitzen, wird es – wie früher –teuer.

Auch in die Kirchtürme ist die neue Technik eingezogen. Mit gutem Recht

Elektrisch betriebene, funkgesteuerte Uhrwerke müssen nicht mehr gestellt, die nötigen Gewichte nicht mehr hochgezogen werden. Sie gehen ständig richtig. Aber man sieht den Zeigern am Turm nicht an, ob eine „alte mechanische“ oder eine „moderne elektrische“ Uhr sie antreibt.

Wer auf das Zifferblatt schaut, will die genaue Zeit haben.

Zwar kann man sagen, es kommt nicht so genau darauf an, weil es eine alte mechanische Uhr ist, aber nur wenn man es weiß. Weiß es der Hinschauende? Wenn er – oder sie – auf Grund einer falsch gehenden Turmuhr zu spät kommt, wird Säuerniss und Ärger eintreten. Die Bahn, der Bus ist weg!

Wir sind auf „genaue Zeit“ getrimmt, Hektik, Pünktlichkeit und Termine bestimmen das Leben wie in keiner Zeit zuvor.

Der Genforscher Erwin Chargaff sagt zurecht: “Gott hat die Zeit gemacht, der Teufel den Kalender“

Die heutige Zeitmessung, abgeleitet von Milliarden Schwingungen von Atomen pro Sekunde hat kein „Werk“ und damit auch kein Leben im Sinne der Mechanik mehr.

Das werden wir akzeptieren müssen.

Nehmen wir uns deshalb „die Zeit“, die Uhr von St. Vincentius zu betrachten, ihren bescheidenen historischen aber hohen kulturellen Wert zu erkennen und ihre 100-jährige Arbeit zu würdigen.

Sie kann als Ausstellungsstück dazu beitragen, innezuhalten, das Uhrwerk zu bestaunen, womöglich die Eleganz der Technik zu verstehen und sich auf die Zeit zu besinnen, die wir haben.

Die Turmuhr in St. Vinzentius

Funktion und Arbeitsweise

 

 

 

 


Die Uhr war zwischen 1883 und ca. 1975 als Nachfolgerin einer Uhr aus etwa 1550 im Turm der ältesten Kirche in Bochum eingebaut. Sie wurde im Zuge einer umfangreichen Renovierung des Turmes ausgebaut, gegen eine elektrische Uhr mit Funksteuerung ausgetauscht und am Boden liegend im Turmzimmer aufbewahrt. Dabei sind einige Teile verloren gegangen. Auch wurde der Turm so umgebaut, dass nur noch ein schmaler Treppenaufgang für das Turmzimmer vorhanden ist, der den Abtransport der Uhr im Ganzen unmöglich macht. Auch die Originalgewichte und die Seilzüge für den Aufzug sind nicht mehr vorhanden.

Die restaurierte Uhr wird daher als Museumsstück betrachtet. Sie ist wieder voll funktionsfähig und kann zeigen, zu welchem Zweck sie gebaut worden ist.

 

 

Baujahr:                       - 1883 (siehe Gravur im Schlossscheibenrad)

 
 


Hersteller:                    - H. Krancher in Bochum, ausgebildet bei

                                      Schlosserei Ortmann in Dortmund, bei der

                                      zahlreiche Turmuhren gebaut wurden

 

Maße in cm:                 - Breite 155

                                    - Höhe  110   mit Stuhl:  205 cm

                                    - Tiefe    94

Gewicht des Werkes:   - ca. 300 kg

Gewichte Antrieb:        - Gehwerk 40 kg min.

                                    - Schlagwerk 50 kg min. (ohne echten Glockenhammer)

 

Restaurierung:             - 2009 Dipl. Ing. Werner Glock

                                                                                                                                              1

 

 

Gehwerk:                    - Ankerhemmung nach George Graham (London, Patent 1715)

                                      mit geschraubten Ankerpaletten und Bronzeanker

                                    - Gangreserve durch Gewicht (4 kg) und Kralle in Minutenrad

                                    - Niedergang der Gewichte: 11 cm / Stunde (18,5 m / Woche)

                                    - 25 Pendelschwingungen pro Minute

                       

Schlagwerk:               - Schlossscheibe innenliegend (Schlossrad)

                   - Schlag auf Glocke im Turm jede halbe Stunde (1 Schlag) und                                                    volle Stunde (Stundenzahl)

 

 

Der Antrieb durch Gewichte

 

Der Antrieb sowohl des Schlag- als auch des Gehwerks erfolgt über Gewichte. Sie bewirken ein Drehmoment auf das Räderwerk und führen über die Übersetzungen von Seiltrommel auf  das Minuten-, Zwischenboden- und Ankerrad zu einem Impuls auf die Hebefläche der Ankerpalette, der das Pendel in Gang hält. Für das Gehwerk sind min. 40 kg nötig. Die Gewichte gehen pro Stunde etwa 11 cm nieder.

Um die Uhr eine Woche laufen zu lassen, müssen die Gewichte 15,5 Meter hoch gezogen werden.

Zu diesem Zweck wurden die Gewichte durch Umlenkrollen im Turm hochgezogen. 

 

 

Gangreserve:

 

Beim Aufziehen der Uhr wird die Kraft der Gewichte durch die Kurbelbewegung kompensiert. Dadurch wirken die Gewichte nicht auf das Räderwerk und die Uhr kommt zum Stillstand. Um dies zu verhindern wurde eine sog. Gangreserve eingebaut. Dazu wird ein Gewicht benutzt, das über eine Welle mit einer Kralle verbunden ist, die in das Minutenrad eingreifen kann. Im normalen Betrieb ist die Gangreserve nicht wirksam, da die Kralle nicht in das Rad eingreift.

Soll die Uhr aufgezogen werden, muss ein Hebel angehoben werden, dessen Ende ansonsten den Aufzugvierkant für das Gehwerk verdeckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    Hebelende vor dem Vierkant            Vierkant                            Gewicht (4 kg)       Kralle

            (Normalzustand)                      Hebel angehoben                                            

 

Wird dieser Hebel angehoben, hebt sich über die gleiche Welle sowohl das Gewicht (4 kg), als auch die Kralle, die in das Minutenrad eingreift. Die Uhr wird „in Gang gehalten“. Während des Aufziehens geht die Kralle mit der Drehung des Minutenrades nach unten, fällt am Ende ab und geht so

in die „unwirksame“ Lage zurück.

 

           

 

 

                                                                                                                                              2         

 

 

 

 
Gehwerk- und Pendeleinstellung:

 

            Die Eingrifftiefe der beiden Ankerpaletten

            muss so eingestellt sein, dass die jeweils herab-

            kommende Palette reibungslos so tief fallen

            kann, dass der nächste Zahn des Ankerrades

            problemlos anschlagen kann.

            Beim aufwärts gehen der Palette drückt die      
            Kante des Zahnes auf die untere Fläche

            der Palette und drückt diese nach oben. Die

            Ankerwelle drückt dadurch mittels der Anker-

            gabel leicht seitwärts auf das Pendel und hält

            es somit in Gang.

            Die Pendelscheibe hat ein Gewicht von 21 kg,

            die wirksame Pendellänge beträgt 168 cm.

            Die Ankergabel, die diese Kraft überträgt,                     Ankerrad       Anker       Palette

 
            greift mit einem Stift in die Mitte des Pendels

            ein. Der Stift ist mittels einer Stellschraube

            nach beiden Seiten verstellbar. Damit kann

            der Gang der Uhr absolut gleichmäßig

            (ohne zu hinken) eingestellt werden.

            Die Ganggenauigkeit wird durch die Pendellänge

            bestimmt. Zur genauen Einstellung der

            Uhr (Abweichung wenige Sekunden pro Woche)

            kann die Rändelmutter unter der Pendelscheibe

            auf- bzw. abwärts verstellt werden.

           

                                                           Pendelfeder

 
                                                          

                                                           Anker

 

                                                           Ankergabel

 

                                                           Pendel

 


                                                           Pendeleingriff

 

 

                        Rändelmutter

 

 

Fertigung einer neuen Ankerpalette                 

 

 
                                                                                                          Pendeleingriff

                                                                                                         

                                                                                                          Nach dem Lösen der Feststell-

                                                                                                          schraube (Mitte) kann durch                                                                                                                Drehen der Mutter (rechts) der

                                                                                                          der Eingriff zu beiden Seiten                                                                                                               verschoben werden. Dadurch                                                                                                              erfolgt die Feinregulierung des

                                                                                                           Pendelgangs.

 

 
Kontrollzifferblatt:    

            Ein normales Kontrollzifferblatt ist nicht vorhanden.

            Stattdessen wird die Minutenwelle vorn herausführt

            und trägt ein loses Kegelrad. Der Rand des Rades        

            ist mit 60 Nuten versehen und kann durch Heben

            einer Federklemme auf den gewünschten

            Minutenstand gedreht und fixiert werden.

 

            Das Rad ist bei 15 – 30 – 45 – 60  bezeichnet, sodass

            der aktuelle Minutenstand abgelesen werden kann.

            Dazu dient ein stehender Zeiger, der verloren

            gegangen war und neu gefertigt wurde.

 


            Das Kegelrad greift in ein zweites, 900-versetztes

            Kegelrad mit gleicher Zahlzahl ein. Dieses treibt

            die senkrecht nach oben führende Welle, die über

            Verlängerungen (Gabeln) in das Getriebe der

            Zifferblätter führt.                                                                                     Auslösehebel

            Es bedarf der einmaligen richtigen Zusammenführung                         

            der Kegelräder, um durch die starre Verbindung zum                             Zeiger     Welle zum Turm

            Turmzifferblatt die Zeiger zu fixieren.                                                   

            Das Verstellen des „Minutenrades/Kegelrades“ stellt                 Kegelrad mit 60 Nuten                              

            somit die Zeiger am Turmzifferblatt.    

 

Ein Stellen der Stundenzeiger ist nicht vorgesehen, da das Vor- oder Nachgehen nie mehr als einige Minuten ausmachen kann. Es sei denn, die Uhr ist über Stunden stehen geblieben. In diesem Fall wird bis zum nächsten „richtig-gehen“ gewartet und die Uhr dann wieder in Gang gesetzt.

Die Einstellung des Stundenschlages lässt sich durch „leeren“ Ablauf des Schlagwerkes (Aushängung des Glockenseils) auf den richtigen Stand bringen.

           

                                                                                                                                               

 

 
             

Nachträglicher Anbau:

           

      Die folgende Einrichtung wurde nachträglich

      angebracht und diente nach der

      Elektrifizierung wohl der automatisierten

      Schlag-An - bzw. -Abschaltung. Der

      elektrische Teil der Einrichtung ist nicht mehr

      vorhanden.

      Auf die Welle mit dem Schlossscheibenrad      
      wurde ein weiteres Rad mit 78 Zähnen

      angebracht. Dieses Rad treibt ein weiteres,

      großes, aber zierlicheres Rad mit 156

      Zähnen. Damit dreht sich das große Rad

 
      einmal in 24 Stunden.

      In das große Rad sind Schrauben eindrehbar,
      die einen Schalter bewegt haben können.

      Beide Räder sind jeweils auf eine Lagerbuchse aufgelötet

      und entsprechen in Form und Material nicht den originalen

      Rädern der Uhr. Die Tragschiene für das große Rad ist

      ebenfalls nachträglich eingebaut und ist mit den einzigen

      metrischen Schrauben des ganzen Werkes befestigt.

 

                                                                                                                                                          4

Die Gewichte

 
 

 


Die für den Antrieb der Uhr nötigen Gewichte

aus Stahlplatten zu je 10 kg hängen an Drahtseilen

unter den Trommeln. Die Trommeln werden

über eine Welle mit einem Trieb gedreht, wobei

jeweils zwei Sperrklinken das Zurücklaufen

verhindern.

Eine Lage nimmt etwa 25 m Drahtseil auf.

Da der Niedergang der Gewichte etwa 18,5 m

pro Woche ausmacht, werden für den Aufzug über

Umlenkrollen im Turm mindestens 30 m

Seil benötigt.

 

 

 

 
 

 

 


                                                                                   Die Gewichte haben jeweils einen Spalt bis zur

Mitte, um auf den Träger aufgeschoben werden zu können. Für den Demonstrationsbetrieb werden 40 kg im Gehwerk und 50 kg im Schlagwerk benötigt.

                                                                                   Für den realen Betrieb muss mit dem 2-3-fachen

                                                                                   Gewicht gerechnet werden.

 

 

 

 

 


Gravur im Schlossrad:

 

            Nach der Reinigung des Rades wurde

            folgende Inschrift wieder lesbar:

 

 

 „Zur Erinnerung an die Feier

des 400 jährigen Geburtstages

     Dr. Martin Luther´s

am 10. November 1883“

 

 

 

 
 

 


                                                                                                                                                       

Schlageinrichtung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Schlag wird ausgelöst durch den an der Frontseite befindlichen quer laufenden langen Hebel.

Am rechten Ende dieses Schlagauslöserhebels befindet sich ein beweglich angeschraubtes Winkeleisen. Wird dieses Eisen nach links umgeklappt, ist der Schlag komplett außer Betrieb. Wird nach rechts geklappt, ist der Schlag aktiviert.

 

In das außen liegende Kegel- bzw. Minutenrad sind 2 Stifte eingeschraubt. Läuft das Stundenrad um, so drückt jede halbe Stunde ein Stift auf die Platte des Winkeleisens und bewegt den gesamten Hebel (rechts nach unten, links nach oben).

 

 

 

 

 


                                                                                  

 

 

                                                                                  

 

 

 

 

 

            Winkeleisen als Klappe            Stift

 

 

Beim Erreichen einer bestimmten Tiefe wird auf der linken Seite (Schlagwerk) der Haken der Windradwelle aus seiner Fixierung befreit und liegt nur noch auf einer Nase des Schlagwerkhebels auf.

Sobald der Stift im Minutenrad über die Platte hinweggeht, kippt der Hebel rechts nach oben und links nach unten, und:

               - der Haken der Windradwelle wird freigesetzt und die Welle dreht sich

               - der Hebestift läuft innerhalb des Schlossscheibenrades und verhindert ein Abfallen                                            des Hebels, indem das am Hebel angebrachte Rollrad nicht in die Aussparung der                                      darunter liegenden Rolle einfallen kann.

               - Der Zughebel zum Glockenhammer wird (durch das Gewicht des Glockenhammers)  

                 oben gehalten und jeweils durch eine Nocke des darüber liegenden Schlagrades bis

                 zum Durchrutschen (Hammer fällt) niedergedrückt.

   Nach der entsprechenden Anzahl Schläge fällt der Hebestift durch die Aussparung in                            der Schlossscheibe nach unten, und:

               - die obere Rolle fällt in die Aussparung der unteren Rolle,

               - dadurch kippt der Hebel links nach unten,

               - der Haken der Windradwelle wird „gefangen“ und fixiert, das Schlagwerk stoppt,

               - das Windrad läuft aus (Ratsche),

               - der Hebel geht rechts nach oben und wartet auf den nächsten Stift des Minutenrades.

     

                                                                                                                            6

 

 

                                    Schlagrad mit geschraubten Nocken                 Schlossscheibenrad

 

 

 

 

 

 

 


                                                                                                

 

 

 

Falle / Fixierung des   

Windradhakens

 

 Nase des

 Schlagwerkhebels

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                                                                                                                     Ratsche (neu)

 

Windrad-

schaufel

                                                                                                                                     Sperrhaken

Windradwelle

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 


                                                                 

                                                                                   Das Windrad sorgt für gleichmäßige Schlag-

                                                                                   abstände auf die Glocke, in dem es durch den                                                                                      Luftwiderstand an den Schaufeln „gebremst“                                                                                       wird, bzw. nicht immer schneller werden kann.

 

 

                                                                                                                                                          7

 

Schlussbemerkung:

 

Die Uhr von St. Vinzentius ist industriell gefertigt worden und ist kein Einzelstück. Trotzdem zeigt sie durch ihre spezifische Bauweise, ihre im Detail ausgefeilte Technik und hohe Qualität des Materials und der Fertigung den hohen Stand der Ingenieurkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie beinhaltet die Erfahrung mehrerer Jahrhunderte der Uhrmacherei und der damit verbundenen Innovationen. (siehe Graham-Ankergang, patentiert 1715 in London).

Sie war (und ist) durch ihre Größe in der Lage, einen schweren Glockenhammer zu bewegen und einen Antrieb für die Zeiger auf 4 Zifferblättern mit einem Durchmesser von 1,5 m zuverlässig auszuführen.

Sie indiziert die halbe Stunde mit einem Schlag und die Stunden mit der entsprechenden Anzahl Schläge.

Die Korrektur der Zeiger an den Turmzifferblättern kann durch Einstellung an der Uhr selbst erfolgen.

 

Im Zustand nach der Restaurierung und Reparatur in 2009 stellt die Uhr ein Zeugnis für die hohe Kunst der Uhrenherstellung dar, auch wenn sie nicht, wie andere bedeutendere Uhren, über astronomische Anzeigen wie Kalender, Mondlauf und Astrolabium verfügt.

Wie die Bergbaufenster in St. Vinzentius Bezug auf die soziale Struktur der Region nehmen, hat  auch die Uhr in ihrer Umgebung eine Bedeutung. Sie ist nicht nur Teil des sakralen Bauwerks mit dem Ruf zum Gottesdienst, vielmehr war sie weithin sichtbarer Anzeiger der Zeit für die Bevölkerung, sowohl als Wecker als auch Mahner zur Pünktlichkeit.

Sie hat rund 100 Jahre lang zuverlässig gezeigt, „was die Stunde geschlagen hat“.

Sie hat unseren Respekt verdient.

 

Werner Glock

 

Bochum, Dezember 2009